Wo sind sie? Jene, die anpacken wollen, um ein Problem in ihrem Umfeld zu lösen? Jene, die die Ärmel aufkrempeln, um Gesellschaft zu gestalten? Oder jene, die schlicht und einfach mit einer großartigen Idee die Zukunft ein wenig lichter machen wollen? Wir von der Robert Bosch Stiftung wollen gemeinsam mit dem Thünen-Institut durch das Programm „Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort“ jene Menschen finden und stärken, die daran arbeiten, aktuelle gesellschaftliche Transformationen zu beackern. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Neuland braucht viel Pflege – und gute Planer. Mit Mut und Visionen: Denn Ideen und Wege zu deren Verwirklichung dürfen gerne unkonventionell sein – sie sollen aber immer das Gemeinwohl und das Miteinander in den Mittelpunkt stellen und das Ziel haben, die Lebensqualität für alle zu erhalten oder zu schaffen. Die Themen, mit denen sich die Bewerber beschäftigen können, sind vielfältig: Sie reichen zum Beispiel von neuen Lebens- und Arbeitsmodellen auf dem Land über neue Bildungs- und Mobilitätskonzepte bis hin zu regionalen Wirtschaftskreisläufen und alternativen Formen der Landwirtschaft. Wer Teil des Programms werden möchte, durchläuft ein dreistufiges Bewerbungsverfahren.

1. Die Bewerbung
Die Bewerbung steht allen offen: Privatpersonen, Vereinen oder Initiativen, allerdings nur in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Bewerbung dient insbesondere dazu, ein erstes Bild von dem jeweiligen Projekt zu bekommen. In einem Online-Fragebogen werden dazu Bausteine wie Konzeptskizze und Kostenplan abgefragt. Dabei ist ganz wichtig: Das Projekt muss gemeinnützig sein (nach §52 der Abgabenordnung) und einen konkreten Bezug zu den Themenfeldern der Robert Bosch Stiftung haben. Die nächste Ausschreibung erfolgt frühestens im Dezember 2017 und wird unter www.neulandgewinner.de bekanntgegeben.

2. Vor-Ort-Besuche
Nach der Sichtung der Bewerbungen wählt ein Gutachterteam aus Stiftung und Thünen-Institut ca. 45 Projekte aus, um sie genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Gutachter reisen zu ihnen, um sich von Personen und Ideen ein konkretes Bild zu machen und das Bewerberfeld weiter einzugrenzen.

3. Jurysitzung
Die Finalisten stellen sich und ihr Projekt mit einer Kurzpräsentation der Jury vor – überzeugen sie, werden sie in das Programm aufgenommen. Insgesamt fördert die Robert Bosch Stiftung 15 bis 20 Neulandgewinner-Projekte für zwei Jahre mit insgesamt 900.000 Euro.