Zukunft erfinden vor Ort

Neulandgewinner, das sind Menschen, die selbst anpacken, um ihre Heimat zu einem Ort zu machen, an dem sie gerne leben. Menschen, die sich entschieden haben von Zuschauern zu Machern zu werden. Neulandgewinner, das ist eine Bewegung von Menschen, die glauben, das gute Heimat nicht einfach so vom Himmel fällt, oder von der Politik verordnet wird. Menschen, die wissen, dass wir heute neue Wege gehen müssen, um morgen gut miteinander leben zu können. Menschen, die gesellschaftliche Veränderungen als Chance sehen, und nicht als Gefahr. Neulandgewinner, erfinden heute unser Zuhause von morgen. Sie packen die Dinge gemeinsam an – voller Vertrauen, experimentierfreudig, eigensinnig, vielfältig und vor allem eins: Wild entschlossen!


Neulandgewinner auf Youtube


brandenburg kultur lebensqualitaet integration 2019
25.2

Normalität statt Gentrifizierung

Es erzeugte Aufmerksamkeit, von einer Hipsterisierung, Yuppifizierung oder Gentrifizierung brandenburgischer Dörfer zu sprechen, geben wir es zu! Etwa 110 Gäste kamen am 25. Februar nach Berlin Kreuzberg, um das zu diskutieren, organisiert von Stadt, Land, Work - Berlin & Brandenburg. Vor dem Hintergrund medialer Berichterstattung erzählten Grit Körmer, LEADER Regionalmanagerin und Mitinitiatorin von Dorfbewegung Brandenburg e.V., Jan Lindenberg, Neulandgewinner und Vorsitzender von Dorfmitte Productions, Annette Ochs, Mitbegründerin des Uckermark Festivals und aktiv bei Happy Locals sowie Carolin Schönwald von der Bürgerbühne Buckow und Initiatorin von Hierzulande von ihren Erfahrungen in Gerswalde, Buckow und anderen Orten. Und das klang eher normal, nach Kaffee, Kuchen sowie Alltag - und nur an einzelnen sonnigen Wochenenden summierten sich mal die Berliner*innen.
Aber die Unterscheidung zwischen "Einheimischen" und "Zugezogenen", wer sich anpassen sollte und wer über wen oder für wen spricht, zog sich auch durch die Diskussion. Die Praktiker*innen auf der Bühne wünschten sich von und für die Umzugswilligen im Publikum mehr Mietraum auf dem Land, eine Auseinandersetzung mit der Ortsgeschichte, Zuzug auch in Kleinstädte, Neugierde und Zeit zum Einleben sowie starke Allianzen der Netzwerke untereinander, dann spiele auch die Sässigkeit beziehungsweise die Herkunft keine so wichtige Rolle mehr.

Zum Meetup